Einschätzung des EB-GG zur Unterbringung von Asylbewerbern auf dem Schulgelände

Wie  auch auf dem Infoabend festzustellen war, bietet das Thema sehr unterschiedliche Ansatzpunkte, sowohl für eine positive, als auch kritische Einstellung! Innerhalb des EB gibt es ebenfalls ein durchaus differenziertes Meinungsbild. Dabei ist es nicht Aufgabe „des Elternbeirates“, diese zu selektieren und eine einheitliche Meinung ‘ zu formulieren.

Das LRA, als Hausherr hat in dieser Angelegenheit rein rechtlich alle Handlungsmöglichkeiten, daher legen wir unser Hauptaugenmerk auf eine respektvolle und pragmatische Zusammenarbeit der Beteiligten vor Ort (Schüler, Asylbewerber, Lehrer) im Verbund mit der Schulleitung, Eltern, den Behörden und den erfahrenen ehrenamtlichen Kräften.

Als gemeinsames Ziel sehen wir es, unseren Beitrag, zu einem möglichst reibungslosen, hoffentlich auch interessanten ‚Zusammenleben‘ zu leisten und den heimatlos gewordenen Menschen  im Sinne des Grundsatzes „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ zuerst einmal aufgeschlossen zu begegnen.

Welche konkreten Aufgaben und Möglichkeiten, oder evtl. auch Probleme sich daraus entwickeln, hängt wesentlich von Alter, Herkunft und ‚Familienstand‘ der Asylbewerber ab; es liegt auf der Hand, dass sich bei Familien und Kinder im Schulalter am meisten Ansatzpunkte für gemeinsame Aktivitäten mit den Schülern ergeben.

Solange es aber dazu nur Spekulationen gibt, ist es Energieverschwendung, sich verallgemeinernd  auf  „DIE“ Asylbewerber einzustellen.

Grundsätzlich ist einzig das Landratsamt verantwortlich für alle Aspekte der Unterbringung, und wir gehen davon aus, dass eine kompetente Betreuung durch Fachpersonal für die gesamte Dauer des ‚Projektes‘ sichergestellt wird.

Unsere persönliche Einstellung ist es, das Beste aus der Situation zu machen; Fundamentalopposition und totale Ablehnung  sind unseres Erachtens nicht zielführend. Andererseits erwarten wir natürlich auch von den Asylbewerbern und den Behörden, den Charakter dieser Notlösung im Sinne der Schule und der SchülerInnen als ‚Gastgeber‘ zu leben – also Anliegen und Ängste ernst zu nehmen.

Wir freuen uns auf den Input möglichst vieler Eltern, diese Herausforderung – und Chance – positiv mitzugestalten.

 

Stefan Klopfer

Birgitta Abl

Elternbeiräte am GG