Informationen von und für Eltern von Schülern am Gymnasium Grafing

Klassenelternsprecher: Treffen am 19.11.09

Oktober 29th, 2009 Obermayr

Einladung zum 1. Treffen der Klassen-Elternsprecher im Schuljahr 2009/2010

am Donnerstag, den 19.11.2009
19.00 Uhr – ca. 22.00 Uhr
Mensa/Altbau am Gymnasium Grafing

Liebe Klassenelternsprecher,

Zu allererst vielen Dank, dass Sie sich als Klassenelternsprecher zur Verfügung stellen. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen uns, dem Elternbeirat, und der Klasse Ihres Kindes. Daher laden wir Sie heute herzlich ein zu einem 1. Treffen und Kennenlernen im Schuljahr 2009/10.

Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:

  1. Begrüßung und Vorstellung des Elternbeirats
  2. Frau Springer, die Schulpsychologin stellt sich vor
  3. Informationen vom Elternbeirat
    1. Schulkodex-was nun? (Ute Rößler/ Michael Hipp)
    2. Nachmittagsbetreuung (Karl Obermayr)
    3. Lernseminar 2010 (Gabriela Berger)
  4. Vorstellrunde mit offener Diskussion zu aktuellen Themen

(Einladung als PDF herunterladen)

EBEBE: Treffen in Grafing / Begrüßung durch Dr. Parigger

Oktober 27th, 2009 Obermayr

Zum ersten Treffen im Schuljahr 2009/10 traf sich der “Arbeitskreis der Elternbeiratsvorsitzenden an den Gymnasien im Landkreis Ebersberg” (EBEBE) am 28.10.09 im auf Einladung der Elternbeiräte des Gymnasiums Grafing in deren Schule.

Die Vorsitzenden der Elternbeiräte der Gymnasien Markt Schwaben und Kirchseeon wurden von Direktor Dr. Harald Parigger persönlich begrüßt.

Die Elternbeiräte berichteten sich gegenseitig über aktuelle Probleme an ihren Schulen und wie im Einzelnen damit umgegangen wird. In lockerer Aussprache ging es dann um Themen wie Nachmittagsbetreuung, Schulentwicklung, die Petition zur Schüler-ID und um Austausch neuester Informationen aus dem Landratsamt Ebersberg.


Berichte aus der Presse zum EBEBE-Treffen

Vorab-Information der Süddeutschen Zeitung

Bericht im Münchner Merkur

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Zweiter Büchersatz: An- und Verkaufspreise

Oktober 18th, 2009 Obermayr

Für seine Aktion “Zweiter Büchersatz” zur Verringerung des Gewichts der Schultaschen stellt der Elternbeirat eine Tabelle mit den empfohlenen An- und Verkaufspreisen des zweiten Büchersatzes zur Verfügung.

Wir bitten alle Teilnehmer der Aktion “Zweiter Büchersatz”, diese Preisstaffelung im Sinne der Funktionsfähigkeit des Modells zu beachten.

Download der Tabelle (PDF)

Schüler-ID: Neue Petition im Landtag behandelt

Oktober 15th, 2009 Obermayr

Die neue (zweite) Petition des Elternbeirats am Gymnasium Grafing zur Verhinderung der “Neugestaltung des Verfahrens Amtliche Schuldaten” wurde im Ausschuss Bildung, Jugend und Sport des Bayerischen Landtags behandelt.

Vom Arbeitskreis EBEBE namen die Elternbeiräte Sabine Staudinger (Gymnasium Kirchseeon), Marij Krill und Karl Obermayr (beide Gymnasium Grafing) an der Sitzung teil, die aber von einem prinzipiell angetragenen Rederecht nicht Gebrauch machten.

Der Ausschuss zeigte große Einigkeit in der Bewertung und Dringlichkeit der Problematik und konnte zumindest den Eindruck erwecken, dass die Thematik doch relativ ernst gesehen wird.

Die Petition wurde als “Material + Bericht” an die Staatsregierung überwiesen.

Lernseminar 2010

Oktober 14th, 2009 Obermayr

Das Lernseminar “Lernen lernen” des Elternbeirats, insbesondere für Schüler der Unterstufe, aber auch mit Angeboten für höhere Altersstufen, wird in diesem Schuljahr voraussichtlich am letzten Januar-Wochenende (29./30. Januar 2010) stattfinden.

Möglicherweise wird der Elternbeirat ein weiteres Seminar “Abiturvorbereitung” anbieten.

Weitere Informationen und Details zur Anmeldung finden Sie immer aktuell auf dieser Webseite.

Zweiter Büchersatz und Nachmittagsbetreuung

Oktober 5th, 2009 Obermayr

In vielen Klassen der Unterstufe ist die Initiative des Elternbeirats, auf eigene Kosten einen zweiten Büchersatz anzuschaffen, der in der Schule gelagert werden kann und damit das oft viel zu hohe Gewicht der Schultaschen reduziert, umgesetzt worden. Schüler müssen auf diese Weise ihre Bücher nicht mehr mit sich herumtragen, sondern arbeiten mit einen Satz Bücher in ihrem Klassenzimmer, mit einem weiteren Satz Bücher zu Hause.

Daraus entstanden Probleme in der Studierzeit der offenen Ganztagsschule, da diese nicht im Klassenzimmer stattfindet und die Bücher damit nicht greifbar sind.

Diese wenig zufriedenstellende Situation konnte erfreulicherweise geklärt werden: In einem der Klassenzimmer, in denen die Studierzeit der Nachmittagsbetreuung stattfindet, wird ein Schrank mit einigen Reserve-Büchern zur Anfertigung der Hausaufgaben aufgestellt. Schüler können die Bücher dort während der Studierzeit entnehmen und anschließend dort wieder einstellen. Ein Schlüssel liegt bei den Betreuern.

Diese schöne Lösung kam mit Hilfe von Elternbeirat (Kristina Reichart, Ute Rössler), Direktorat (Frau Reiter) und Schulbuch-Verwaltung (Herr Richter). Weitere Informationen auch unter schultaschen@elternbeirat-gg.de.

Neue Website “www.Ganztags-GG.de”

August 13th, 2009 Obermayr

Die Aktivitäten des Vereins “Nachmittagsbetreuung am Gymnasium Grafing e.V.” werden ab jetzt unter der Website “www.ganztags-gg.de” zusammengefasst.

Willkommenspost für neue Fünft-Klass-Schüler

Juli 31st, 2009 Obermayr

Auch in diesem Jahr in den letzten Schultagen des Schuljahres hat der Elternbeirat am Gymnasium wieder Post für jeden neuen Schüler der 5. Klasse gepackt – mit einem Brief des Direktors, dem Jahresbericht des abgelaufenen Schuljahres, Informations-Broschüren der Schule, des Elternbeirat und des Schulvereins.

Die kleinen Päckchen werden im Laufe der Sommerferien von Mitgliedern des Elternbeirats persönlich an den neuen Schüler oder seine Eltern zugestellt.

Mitgliederwechsel im Elternbeirat

Juni 19th, 2009 Obermayr

Die Sitzung des Elternbeirats am 17.6.09 war die letzte für Claudia Daberger.

Verabschiedung von Claudia Daberger

Da sie nach dem Abitur Ihrer Tochter kein Kind mehr an der Schule hat, scheidet sie – nach 7 Jahren Mitgliedschaft – aus dem Elternbeirat aus. Claudia Daberger hat sich insbersondere um die kulinarischen Aspekte des Elternbeirats gekümmert und wann immer gewünscht, perfekte Buffets organisiert und mit Kuchen oder Salaten ausgestattet. Sie, ihr Humor, ihr Organisationsgeschick und ihre Rezepte werden uns fehlen.

Für Claudia Daberger rückt Annette Heilmann aus Ebersberg in den Elternbeirat nach.

2. Treffen Klassen-Eltern-Sprecher (KES)

Mai 11th, 2009 Obermayr

Klassenelternsprecher sind der wichtige Baustein der Elternvertretung an der Schule. Klassenelternsprecher haben den direkten Kontakt zur Klasse, zu Problemen in der Klasse und sehen auch die besonderen Problemlösungen, die Highlights, am deutlichsten.

Umso wichtiger ist es für Klassenelternsprecher und Elternbeirat, sich untereinander und mit der Schulleitung auszutauschen, Probleme, Lösungsansätze und Eindrücke zu diskutieren.

Am Montag, 11.05.2009, fand das zweite Treffen der Klassenelternsprecher mit dem Elternbeirat statt. Folgende Themen waren auf der Tagesordnung:

  1. Informationen von der Schulleitung
    Frau Reiter, stellv. Schulleiterin, sellt sich vor
    (30 Minuten, wichtige Fragen bitte vorab per Email an den EB)
  2. Frau Springer, die Schulpsychologin stellt sich vor (angefragt) [Punkt ist leider entfallen]
  3. Allgemeine Informationen zu folgenden Themen:

Arbeitsgemeinschaft EBEBE/Gym (Ute Rößler)

Aktuelles zur „Neufassung Amtliche Schuldaten“ (Schüler-ID) (Karl Obermayr)

Schulverfassung (Michael Hipp)

Mittagsbetreuung (Ute Rößler)

Die Vorstellung der Schulpsychologin musste leider entfallen und wird beim nächsten Treffen nachgeholt.

Breiten Raum nahm die Organisation der Nachmittagsbetreuung im Spannungsfeld der zunehmenden Überlastung ehrenamtlich Tätiger ein. Rein auf ehrenamtlicher und von Eltern getragenen Basis wird sich eine sauber organisierte Nachmittagsbetreuung maximal übergangsweise einrichten lassen; Klassenelternsprecher und Elternbeirat geben einem Modell der Organisation über einen nicht-ehrenamtlichen Geschäftsführer deutlich mehr Chancen eines langfristigen Erfolgs.

Schüler-ID: Neue Petition

April 29th, 2009 Obermayr

Aufgeschreckt durch Berichte mehrerer Mitglieder des Bayerischen Landtags (siehe Zeitungsbericht), dass das Problem “Neufassung Amtliche Schuldaten” (ASD, kurz “Schüler-ID”) nach der Landtagswahl trotz Widerstand der FDP wieder kommen könnte, und aufgrund der unklaren Informationslage, reicht der Elternbeirat am Gymnasium Grafing erneut eine Petition gegen mögliche Planungen zur “Neugestaltung des Verfahrens Amtliche Schuldaten” ein.

Schreiben der zweiten Petition vom 29. April 2009

Schreiben der ersten Petition vom 13. Juni 2007

Aktionen des Elternbeirats am Gymnasium Grafing gegen die “Neugestaltung des Verfahrens Amtliche Schuldaten”

EBEBE/Gym: Elternbeiräte vernetzen sich

April 28th, 2009 Obermayr

Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte an Gymnasien im Landkreis Ebersberg

Die Vorsitzenden der Elternbeiräte an Gymnasien im Landkreis Ebersberg haben sich unter der Bezeichnung “EBEBE/Gym” zusammengeschlossen, um sich auszutauschen und schulübergreifende Projekte zu diskutieren und voranzutreiben.

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In der Arbeitsgemeinschaft EBEBE/Gym vertreten sind derzeit die Vorsitzenden und deren Stellvertreter aller Gymnasien im Landkreis Ebersberg:
Gymnasium Kirchseeon: Sabine Staudinger, Ulrike Heit
Gymnasium Vaterstetten: Monika Föller, Petra Pauli
Gymnasium Grafing: Ute Rößler, Karl Obermayr
Gymnasium Markt Schwaben: Ingrid Gessner, Andrea Krauß

Zu den aktuellen Themen, die schulübergreifend bearbeitet werden, gehören beispielsweise die Einführung der Nachmittags-Betreuung, Probleme bei der Mittagsverpflegung, gemeinsame Aktionen gegen die Einführung der Schüler- und Lehrerdatenbank („Amtliche Schuldaten”).

Erste Treffen haben bereits gezeigt, wie ähnlich sich die aktuellen Fragen an den Schulen sind und wie bereichernd und fruchtbar die Diskussion der unterschiedlichen Lösungsansätze sein kann.

Die Arbeitsgemeinschaft EBEBE/Gym plant, sich weiterhin in loser Folge zu treffen. Auf die Ernennung einer Leitung der Arbeitsgemeinschaft soll aktuell noch verzichtet werden. Die Bezeichnung der Arbeitsgruppe mit „EBEBE/Gym” lässt ferner Raum für ähnliche Arbeitsgruppen von Elternbeiräten anderer Schulen im Landkreis Ebersberg.

Schüler-Datenbank – auch Lehrer werden erfasst

April 14th, 2009 Obermayr

Die Schülerdatenbank, auch “Schüler-ID” genannt, gegen deren Einführung als personenbezogene Datenbank aller Schüler-Laufbahnen der Elternbeirat des Gymnasiums Grafing seit Jahren kämpft, wird im Rahmen des Projektes “Amtliche Schuldaten” auch die Lehrkräfte der Schüler erfassen.

Damit wird aus der Schüler-Datenbank eine Lehrer-Datenbank.

Verwundert ist der Elternbeirat am Gymnasium Grafing darüber, dass Lehrerverbände wie Philologenverband, BLLV oder GEW hierzu noch nicht Stellung bezogen und seine Mitglieder vor dieser Erfassung gewarnt hat.

Presse: Schüler-Datenbank könnte wiederkommen

April 14th, 2009 Obermayr

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über das Wiederaufleben der problematischen Schülerdatenbank, gegen die der Elternbeirat des Gymnasiums Grafing sein Jahren kämpft:

Elternbeiräte der vier Gymnasien im Landkreis besorgt

Gläserner Schüler doch noch nicht vom Tisch

Die FDP-Abgeordnete Renate Will verspricht: Mit uns als Koalitionspartner gibt es keine personenbezogene Datenbank

Von Eberhard Rienth

Landkreis Die Elternbeiräte der vier Gymnasien im Landkreis sind in Alarmbereitschaft: “Es gibt Anzeichen, dass die FDP zur Zeit von der CSU überzeugt werden soll, der Einführung der “Schüler-ID” doch noch zuzustimmen.” Karl Obermayr, Elternbeirat am Grafinger Gymnasium, sitzt deshalb auch in der Runde der Elternbeiräte im Zornedinger “Monticchio”. Ihnen allen geht es darum, den gläsernen Schüler zu verhindern. Ihr Instrumentarium reicht von Petition bis Verfassungsklage.

“Es ist und bleibt ein verfassungsrechtlich höchst bedenkliches Gesetz”, sagt die frühere Elternbeiratsvorsitzende des Grafinger Gymnasiums und heutige SPD-Gemeinderätin in Zorneding, Bianka Poschenrieder. Deshalb wurden auch die Landtagsabgeordneten Adelheid Rupp (SPD) und Renate Will (FDP) eingeladen. Beide sind stellvertretende Landesvorsitzende ihrer Partei, Will zudem sogar so richtig vom Fach, weil sie auch bildungspolitische Sprecherin der Liberalen ist. “Wir wollen diesen politischen Input”, erklärt Ute Rössler, die heutige Vorsitzende des Grafinger Elternbeirats. Doch anscheinend will man sich auch des Rückhalts seitens der SPD-Landtagsfraktion versichern, und andererseits der FDP-Vertreterin klar machen, dass mit scharfem Gegenwind zu rechnen sei, käme tatsächlich doch noch die “Schüler-ID”.

Adelheid Rupp erfüllt schnell die Erwartungen: Der Sinn und Zweck einer personenbezogenen Datenbank ist nicht erkennbar. Rupp kündigt gar einen Antrag ihrer Landtagsfraktion an, falls die CSU mit dem gläsernen Schüler tatsächlich ernst machen sollte. “Denn das sollte dann nicht geräuschlos erfolgen, schließlich geht es um einen beängstigenden, tiefgreifenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht.” Denn nichts anderes sei es, wenn personenbezogen Noten, Familienverhältnisse, Einkommen oder auch der Beruf der Eltern erfasst würden.

Renate Will hat für die Elternbeiräte noch keine endgültig gute Nachricht, sagt aber: “Wir brauchen Daten, aber keinesfalls personifiziert.” Und auf Nachfrage betont sie nochmals, dass dies nicht nur ihre persönliche, sondern auch die Haltung der bayerischen FDP sei. Gleichwohl muss die Abgeordnete zugeben, dass sich die Elternbeiräte tatsächlich Anlass zur Sorge haben: “Die CSU will von uns bis Mitte April ein Signal haben, ob man den Gesetzentwurf umsetzen kann.” Doch habe ihre Fraktion erst einmal alles abgeblockt. Referenten und Spezialisten der Liberalen trügen gerade zusammen, was in Sachen Schülerdatenbank bislang schon geschehen sei. “Bis dahin geht also gar nichts”, beruhigt Will, um dann – auch unter Beifall der Elternbeiräte – aber auszuführen, “dass wir schon Daten brauchen”. Etwa darüber, wohin Schüler wanderten, von welchen Ausbildungsangeboten sie wohin wieder zurückkämen, oder wie viele auf ein Gymnasium gingen und dann auch dort blieben, aber genauso Angaben, wie viele in die Realschule wechselten. Doch dies lasse sich alles anonym erheben, worin ihr Adelheid Rupp zustimmt: “Wir brauchen gar keine Gesetzesänderung, denn anonym ist jetzt schon all dies möglich. Wer etwas ändern will, der muss dann schon sagen, dass er mit den von ihm gewünschten personanbezogenen Daten tatsächlich etwas Entscheidendes ändern will.”

Wills abschließendes Versprechen soll dann nochmals eine Beruhigung für die Elternvertreter sein: “Wir werden den Gesetzesentwurf auf jeden Fall an den neuen Landesdatenschutzbeauftragten geben”, verspricht die Landtagsabgeordnete und betont extra noch einen Hinweis: Der neue Landesdatenschutzbeauftragte werde schließlich von der FDP gestellt.

Gleichwohl wollen die Elternbeiräte nach den Osterferien darüber sprechen, ob sie vorsorglich eine gemeinsame Petition schon erarbeiten wollen, oder aus taktischen Gründen vielleicht jedes Gymnasium die seine für sich.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.85, Dienstag, den 14. April 2009 , Seite 1

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21000 Unterschriften stützen Petition

Elternvertreter lehnen Datenbank mit Angaben über Schullaufbahn ab

Landkreis Seit einigen Jahren plant die CSU-geführte bayerische Staatsregierung in Umsetzung eines Beschlusses der Kultusministerkonferenz die Einführung einer zentralen Datenbank aller Schüler und damit der vollständigen Schullaufbahn. Bekannt geworden ist dieses Bestreben unter den Bezeichnungen “Schüler-ID” oder von offizieller Seite “Amtliche Schuldaten” (ASD).

Karl Obermayr ist wie Bianka Poschenrieder, die frühere Elternbeiratsvorsitzende am Grafinger Gymnasium, einer der dienstältesten Aktivisten gegen eine solche Schülerdatenbank. Schließlich ging von Grafing der landesweite Protest aus. Sie sind es auch, die erstmals alle Elternbeiräte der vier Gymnasien im Landkreis an diesem Abend zusammengetrommelt haben.

Mehr als 21 000 Unterschriften wurden gesammelt und im Juni 2007 sogar eine Petition im Landtag eingereicht. Poschenrieder intervenierte im Oktober 2007 bei einer Sitzung des Bildungsausschusses im Maximilianeum. Weil im März 2008 die Staatsregierung im neuen Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Erziehungs- und Unterrichtswesens sowohl Unterschriften als auch Petition ignorierte, prüfte der Grafinger Elternbeirat gar eine Verfassungsklage. Fast zeitgleich sagte der damalige Kultusminister Siegfried Schneider im Landtagswahlkampf zur “Schüler-ID”: “Sie ist Panikmache der Grünen, der die Eltern auf den Leim gingen.”

Die Einführung der “Schüler-ID” wurde auf die Zeit nach der Landtagswahl Ende September 2008 verschoben. Doch nach der Wahlniederlage der CSU glaubten sich Bianka Poschenrieder und Karl Obermayr über dem Berg: “Etwas kleinlaut und ganz weit unten im Koalitionsvertrag zwischen CSU und FDP steht der ,gläserne Schüler”", freuten sie sich. “Offensichtlich ist die Schüler-ID vom Tisch.” Die erwogene Verfassungsbeschwerde gegen die umstrittene Schülerdatenbank werde damit vorerst nicht weiter verfolgt.

Dieser Tage sind Obermayr und Bianka Poschenrieder wieder in Lauerstellung – aber noch viel besser als vor ein, zwei Jahren aufgestellt: Die Elternbeiräte aller vier Gymnasien im Landkreis sind inzwischen vernetzt – und peilen für den Fall des Falles wieder eine Petition an. Eberhard Rienth

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.85, Dienstag, den 14. April 2009 , Seite 1

Schüler-ID / Gläserner Schüler / ASD – eine Chronologie

April 9th, 2009 Obermayr

Seit der Elternbeirat am Gymnasium Grafing Kenntnis von dem Projekt “Amtliche Schuldaten” hat, wendet er sich in vielen Aktionen dagegen. Hier eine kurze Chronologie:

November 2006 Bianka Poschenrieder erfährt von Vorhaben
Dezember 2006 EBGG stellt Antrag gegen Projekt an LEV
Januar 2007 Antrag der SPD-Abgeordneten Bärbel Narnhammer wird vom Bayer. Landtag abgelehnt
Februar 2007 Bayer. Datenschutzbeauftragter warnt vor Missbrauch von Schülerdaten
Februar 2007 EBGG startet Petition gegen Schüler-ID
27.4.07 Ende Abgabefrist Petition: 21000 Unterschriften
13.6.07 Übergabe Petition an Bayer. Landtag
27.9.07 und 24.10.07 Behandlung der Petitionen im Ausschuss Jugend, Bildung und Sport
28.3.08 Kultusminister Sigfried Schneider: „ohne Zusage des bayer. Datenschutzbeauftragten findet keine Realisierung statt“
28.3.08 (einige Stunden später) LEV-Vorsitzender Hr. Lillig informiert Fr. Poschenrieder über Gesetzesentwurf der Staatsregierung zur Änderung BayEuG
20.9.09 Demo gegen Vorratsdatenspeicherung (Teilnahme Sendrowski, Poschenrieder)
29.9.08 Bayer. Landtagswahl: CSU und FDP bilden Koalition
30.9.08

LEV und bayer. Rundfunk informieren Fr. Poschenrieder über Ende Projekt Schülerdatenbank